Wenn du in den letzten Monaten auf Instagram oder TikTok unterwegs warst, ist dir vermutlich eine bestimmte Sorte Reel begegnet: ein abgefilmter Handybildschirm, Zahlen aus einem Digistore24-Dashboard, ein Kind im Hintergrund, dazu ein Text wie „Ich brauche nur mein Handy und WLAN". Erstaunlich oft führt der Link in der Bio dieser Accounts zum selben Ziel – dem Social Queens Club.
Das Angebot polarisiert wie kaum ein zweites im deutschen Digital-Marketing-Markt: auf der einen Seite fast hundert überwiegend begeisterte Bewertungen, auf der anderen Rezensionen, die von gelöschter Kritik, Überteuerung und geplatzten Versprechen sprechen. Genau deshalb lohnt der nüchterne Blick. Dieser Beitrag ordnet ein, was der Social Queens Club – Elite tatsächlich ist, was er kostet, was das Wiederverkaufsrecht bedeutet, was in den Bewertungen steht – und welche Fragen du beantworten solltest, bevor du 1.397 € ausgibst.
Transparenzhinweis: Mit einem Sternchen markierte Links sind Empfehlungslinks. Kaufst du darüber, erhalten wir eine Provision – für dich ändert sich am Preis nichts. Unsere Einschätzung im Text bleibt davon unberührt.
Wer steckt dahinter?
Hinter dem Social Queens Club stehen zwei Gründerinnen: Jenny, zuvor in der Telekommunikationsbranche tätig und als Influencerin aktiv, und Karina, früher Managerin eines Motorradgeschäfts und Mutter von Zwillingen. Beide haben nach eigener Darstellung im August 2024 mit digitalem Marketing begonnen. Auf Digistore24 firmiert das Angebot unter dem Anbieternamen Moneymitmommys – ein Name, der die Zielgruppe präziser beschreibt als jede Marketingfolie.
Auf der Website wirbt der Anbieter mit 2,8 Mio. € Umsatz seit 2025. Solche Zahlen sind Eigenangaben und von außen nicht überprüfbar. Vor allem aber sagen sie nichts darüber aus, wie viel bei den Mitgliedern ankommt: Der Umsatz eines Anbieters und das Ergebnis einer Käuferin sind zwei völlig verschiedene Dinge.
Die Produktfamilie im Überblick
Der Social Queens Club ist kein einzelner Kurs, sondern eine Reihe aufeinander aufbauender Produkte. Das ist wichtig zu verstehen, weil sich daraus ein Teil der Kritik erklärt: Wer einsteigt, steht schnell vor dem nächsten Angebot.
| Produkt | Worum es geht | Provision laut Anbieter |
|---|---|---|
| Social Queens Club – Elite | das Kernprodukt: 11 Module, Community, KI-Tools, fertiger Content | 80 % |
| Elite Metaversum | Instagram-Strategie und Content-Optimierung | 80 % |
| Magnetic Story Prompts | vorgeschriebene Story-Vorlagen für den Verkauf | 60 % |
| Viral Faceless System | Content ohne Gesicht | – |
| Identity Code | Positionierung und persönliche Marke | 60 % |
| House of Sales Elite Academy | Bündel aus mehreren Produkten | – |
Die Bündelangebote werben laut Website mit einer Ersparnis von rund 400 € gegenüber dem Einzelkauf. Rechne trotzdem in absoluten Zahlen statt in Rabatten: Eine Ersparnis ist erst dann eine Ersparnis, wenn du das Produkt ohnehin gekauft hättest.
Was in der Elite drin ist
Der Anbieter beschreibt den Umfang auf der Verkaufsseite recht konkret. Zusammengefasst umfasst die Elite:
- 111 Module zu Social-Media- und Digital-Marketing, nach Anbieterangaben Schritt für Schritt erklärt und ausdrücklich einsteigertauglich.
- 2Fertige Content-Vorlagen und Videos, die sich sofort veröffentlichen lassen.
- 3KI-Tools und Automatisierungen – auch, um eigene digitale Produkte in beliebigen Nischen zu erstellen.
- 4Faceless- und Face-to-Cam-Strategien; du entscheidest, ob du dein Gesicht zeigst.
- 5Telegram-Marketing-Grundlagen sowie eine Telegram-Community mit Austausch und monatlichen Verlosungen.
- 6Mindset-Inhalte – ausdrücklich auch zum Umgang mit Kritik und Anfeindungen.
- 7Ein Steuerberater-Video mit den wichtigsten Themen für Einsteiger.
- 8Regelmäßige Updates und Inhalte, die laut Anbieter auch Fortgeschrittenen beim Skalieren helfen.
Und der Punkt, um den sich alles dreht, steht so auf der Seite: Die Elite ist zugleich dein fertiges Produkt, das du sofort selbst verkaufen kannst – ohne je ein eigenes entwickeln zu müssen.
Der Kurs ist damit gleichzeitig Ausbildung und Ware. Das ist kein Makel an sich, aber es ist der Grund, warum du beim Bewerten doppelt hinschauen musst: Ein erheblicher Teil der Begeisterung, die du online über das Produkt liest, stammt von Menschen, die daran verdienen, wenn du es kaufst.
Preis, Raten und die Klarna-Empfehlung
Zum Zeitpunkt unserer Recherche lag der Preis bei 1.397 € brutto (netto rund 1.174 €). Zahlbar ist er als Einmalzahlung oder in Raten. Auf der Bestellseite empfiehlt der Anbieter dafür ausdrücklich Klarna, weil dort Ratenpläne mit bis zu 24 Monaten möglich sind und die erste Rate häufig erst nach 30 Tagen fällig wird. Der Ratenplan muss beim Kauf aktiv ausgewählt werden – eine nachträgliche Umstellung ist laut Anbieter ausgeschlossen.
An dieser Stelle lohnt Deutlichkeit, weil es um echtes Geld geht:
- 1.397 € sind kein Impulskauf. Für viele Menschen ist das ein halbes Monatsnetto oder mehr.
- Eine 24-monatige Ratenzahlung ist eine Finanzierung. Sie fühlt sich mit rund 60 € im Monat kleiner an, als sie ist. Die Summe bleibt dieselbe – und sie läuft zwei Jahre weiter, unabhängig davon, ob dein Business funktioniert.
- „Zahl es mit deiner zweiten Provision" ist ein Verkaufsargument, keine Planungsgrundlage. Es setzt voraus, dass die ersten beiden Verkäufe kommen. Bei vielen kommen sie nicht.
Die einzig belastbare Regel: Kaufe Weiterbildung von Geld, dessen Verlust du verkraftest. Wer für einen Kurs einen Kredit aufnimmt, hat das Risiko nicht verkleinert, sondern nur verlängert.
Digistore24 weist für das Produkt eine Rückgabefrist von 14 Tagen aus. Prüfe die genauen Bedingungen auf der offiziellen Bestellseite des Social Queens Club Elite* – verbindlich ist nur, was dort zum Kaufzeitpunkt steht. Eine neutrale Übersicht zu Preis, Anbieter und Konditionen findest du außerdem auf unserer Produktseite zum Social Queens Club Elite.
Das Wiederverkaufsrecht: 80 % klingen groß – was heißt das?
Der Anbieter nennt 80 % Provision auf Elite und Metaversum sowie 60 % auf weitere Produkte. Das ist für den deutschen Markt außergewöhnlich; klassische Digistore24-Infoprodukte liegen meist zwischen 30 und 50 %.
Die Rechnung ist verlockend einfach: 80 % von 1.397 € sind rund 1.118 € pro Verkauf. Zwei Verkäufe, und der Kurs ist bezahlt. Genau so wird er auch beworben.
Die ehrliche Version derselben Rechnung sieht so aus:
| Frage | Die unbequeme Antwort |
|---|---|
| Wer zahlt die 80 %? | Die nächste Käuferin. Die Provision steckt in dem Preis, den du selbst bezahlt hast. |
| An wen verkaufst du? | An Menschen, die dich nicht kennen – zu einem vierstelligen Preis. |
| Wie viele Mitbewerber gibt es? | Alle anderen Mitglieder, oft mit denselben Vorlagen und denselben Videos. |
| Was ist dein Vorteil? | Deine Positionierung und das Vertrauen, das du aufbaust. Sonst nichts. |
| Was passiert bei einer Rückgabe? | Die Provision wird zurückbelastet. Sie gehört dir erst nach Ablauf der Frist. |
Hohe Provision bedeutet nicht leichter Verkauf. Sie bedeutet nur, dass der Anbieter einen großen Teil der Marge an die Vertriebsseite abgibt, weil der Vertrieb hier über hunderte Mitglieder läuft statt über bezahlte Werbung. Das ist ein legitimes Modell – aber es verschiebt die Arbeit vollständig zu dir.
Wenn du das Modell grundsätzlich verstehen willst, bevor du dich für einen konkreten Anbieter entscheidest, lies unseren Grundlagenartikel dazu: THE C.O.D.E. Erfahrungen – Faceless Marketing mit Wiederverkaufsrecht. Der Kurs ist ein anderer, die Mechanik ist dieselbe.
Was die Bewertungen sagen
Bei Trustpilot stand der Anbieter zum Zeitpunkt unserer Recherche bei rund 4,6 von 5 Sternen aus etwa 98 Bewertungen. Die Verteilung ist dabei aufschlussreicher als der Durchschnitt:
| Sterne | Anteil |
|---|---|
| 5 Sterne | ca. 94 % |
| 4 Sterne | 0 % |
| 3 Sterne | 0 % |
| 2 Sterne | ca. 1 % |
| 1 Stern | ca. 5 % |
Diese Form – fast alles ganz oben, ein kleiner Block ganz unten, nichts dazwischen – ist typisch für Produkte, deren Käufer zugleich Verkäufer sind. Wer mit einem Produkt Geld verdient, bewertet es selten mit vier Sternen. Und wer viel Geld ausgegeben und nichts zurückbekommen hat, selten mit zwei. Nimm den Durchschnittswert deshalb weniger ernst als die Inhalte beider Lager.
Was gelobt wird
- Die Community. Der mit Abstand häufigste Lobpunkt: Austausch, Zuspruch, das Gefühl, nicht allein zu sein. Eine Rezensentin schreibt im Juli 2026 sinngemäß, die Community sei warm und unterstützend, Jenny und Karina seien immer erreichbar.
- Die Erreichbarkeit der Gründerinnen. Persönliche Antworten statt anonymem Support werden wiederholt hervorgehoben.
- Die Einsteigerfreundlichkeit. Verständliche Sprache, kleinschrittige Anleitungen, fertige Vorlagen – für Menschen ohne Vorwissen offenbar ein echter Unterschied.
- Der Ton. Viele beschreiben die Inhalte als unterhaltsam und motivierend statt trocken.
Was kritisiert wird
Die negativen Bewertungen sind wenige, aber konkret – und sie wiederholen sich. Genau das macht sie relevant. Die folgenden Punkte sind Darstellungen einzelner Rezensenten, denen der Anbieter öffentlich widerspricht:
- Umgang mit Kritik. Mehrere Rezensenten berichten, ihre Nachrichten seien in der Telegram-Gruppe nacheinander gelöscht worden und sie seien ohne Vorwarnung ausgeschlossen worden, nachdem sie Bedenken geäußert hatten. Der Anbieter entgegnet, der Kursbereich bleibe zugänglich, die Community sei ein freiwilliger Zusatzraum, und Ausschlüsse gingen auf wiederholte Regelverstöße zurück, nicht auf berechtigte Kritik.
- Preis-Leistungs-Verhältnis. Eine Rezension vom April 2026 nennt das Angebot „extrem teuer" und die Inhalte oberflächlich; Vergleichbares sei kostenlos verfügbar. Der Anbieter verweist darauf, dass die Inhalte auch unabhängig vom Weiterverkauf nutzbar seien.
- Fokus auf den Weiterverkauf. Kritisiert wird, das Modell dränge in einen Kreislauf, in dem man vor allem weiterverkaufen müsse – und richte sich dabei gezielt an Mütter in finanziell angespannten Situationen.
- Zusatzkosten und Zeitaufwand. Eine Rezension vom Januar 2026 nennt zusätzliche Abos, die für einzelne Funktionen nötig seien, und einen realen Aufwand von fünf bis acht Stunden statt der beworbenen ein bis zwei. Der Anbieter zieht in seiner Antwort in Zweifel, dass es sich um einen echten Käufer handelt.
- Faceless funktioniert nicht von selbst. Mehrere Berichte, Videos seien in der Reichweite eingeschränkt worden oder der Kurs habe die Faceless-Erwartung nicht eingelöst. Der Anbieter hält dagegen, dass auch ohne Gesicht Vertrauensaufbau nötig sei.
Fair bleibt festzuhalten: Der Anbieter antwortet auf negative Bewertungen und stellt sich der Diskussion – das tun längst nicht alle. Ebenso fair ist aber: Wenn eine Community der beworbene Kern eines Produkts ist, wiegt ein Ausschluss aus dieser Community schwerer als bei einem reinen Videokurs. Wie ein Anbieter mit Kritik umgeht, ist in dieser Preisklasse ein legitimes Kaufkriterium.
Für wen das Angebot passt – und für wen nicht
Es kann passen, wenn:
- du strukturierte Anleitung brauchst und dir kostenloses Wissen nicht selbst zusammensuchen willst,
- dir ein Umfeld mit Austausch und Zuspruch tatsächlich hilft, dranzubleiben – für viele ist genau das der Unterschied zwischen Kaufen und Umsetzen,
- du 1.397 € ausgeben kannst, ohne dass dein Monat davon abhängt,
- du bereit bist, über Monate regelmäßig zu veröffentlichen, auch ohne Reaktion,
- du die Inhalte für ein eigenes Thema nutzen willst und den Weiterverkauf nur als Zusatzoption betrachtest.
Es passt eher nicht, wenn:
- du das Geld kurzfristig zurückbrauchst. Kein Kurs ist ein Plan gegen akute Geldnot,
- du den Kauf über 24 Monatsraten finanzieren müsstest,
- dein einziger Kaufgrund das Weiterverkaufsrecht ist,
- du bereits Erfahrung im Affiliate- oder Performance-Marketing hast und Skalierung statt Grundlagen suchst,
- du erwartest, dass fertige Vorlagen die eigene Arbeit ersetzen. Wenn hunderte Menschen dieselben Videos posten, ist die Vorlage kein Vorsprung mehr, sondern Rauschen.
Der Test, den du vor dem Kauf machen solltest
Es gibt eine einzige Frage, die bei Produkten mit Wiederverkaufsrecht wirklich zählt:
Würde ich diesen Kurs auch für 1.397 € kaufen, wenn ich ihn nicht weiterverkaufen dürfte?
Lautet die Antwort Ja, kaufst du eine Ausbildung, und das Weiterverkaufsrecht ist ein zusätzlicher Hebel. Lautet sie Nein, kaufst du eine Hoffnung – und Hoffnung ist bei diesem Preis eine teure Ware.
Drei ergänzende Prüfungen, die dich zehn Minuten kosten und viel Geld sparen können:
- 1Such nach dem Kursnamen plus „Erfahrungen" – und lies bewusst die schlechtesten Bewertungen zuerst. Positive findest du ohnehin überall, weil viele davon von Verkäufern stammen.
- 2Prüfe, wer dir das Produkt empfiehlt. Verdient die Person an deinem Kauf? Das ist nicht verwerflich – es gehört nur in die Bewertung der Empfehlung. (Bei uns steht der Hinweis oben im Text.)
- 3Rechne rückwärts. Wie viele Verkäufe brauchst du, um bei null zu landen? Bei 1.397 € und 80 % Provision sind es zwei. Frag dich ehrlich: an wen genau, in den nächsten 90 Tagen?
Die Alternative: erst testen, dann kaufen
Das Unangenehme an vierstelligen Kursen ist nicht der Preis, sondern die Reihenfolge. Du zahlst, bevor du weißt, ob dir das Geschäftsmodell überhaupt liegt – ob du wirklich über Wochen Videos schneidest, Texte schreibst und mit Fremden über Produkte sprichst.
Dabei lässt sich genau das vorher herausfinden, kostenlos, in etwa 14 Tagen:
- 1Thema festlegen. Ein Thema, zu dem du zehn Minuten ohne Recherche reden könntest und für das Menschen bereits Geld ausgeben. Ideen liefert unsere Übersicht der besten Affiliate-Nischen.
- 2Zwei Produkte auswählen. In unserem Produktkatalog filterst du Digistore24-Produkte nach Kategorie, Sprache, Provision und Bewertung. Worauf du dabei achten solltest, steht im Leitfaden Digistore24-Produkte auswählen.
- 3Bio-Seite bauen. Auf Instagram und TikTok läuft alles über den einen Link. Eine Bio-Seite mit maximal drei Zielen – mehr Buttons bedeuten weniger Klicks, nicht mehr.
- 4Tracking einrichten. Mit kurzen, messbaren Links weißt du nach vier Wochen, welcher Beitrag verkauft hat und welcher nur Aufrufe gebracht hat. Ohne Tracking rätst du.
- 5Zwanzig Beiträge veröffentlichen. Nicht fünf. Zwanzig. Die ersten zwanzig sind Ausbildung, nicht Marketing.
Willst du nach diesen zwei Wochen weitermachen, weißt du mehr über dich, als jede Verkaufsseite dir sagen kann – und du triffst die Kaufentscheidung aus einer ganz anderen Position. Hast du nach zwei Wochen keine Lust mehr, hast du 1.397 € gespart. Beides ist ein gutes Ergebnis.
Wie ein Einstieg ohne eigene Website aussieht, beschreibt unser Beitrag Affiliate-Marketing ohne Website starten.
Rechtliches: Was auch bei „faceless" gilt
Der am häufigsten übersehene Punkt bei Themenseiten ohne Gesicht: Anonymität endet dort, wo das Geschäftliche beginnt. Der Anbieter liefert immerhin ein Steuerberater-Video mit – die Grundlagen solltest du trotzdem selbst kennen:
- Impressumspflicht. Ein geschäftsmäßiger Account braucht ein vollständiges Impressum mit ladungsfähiger Anschrift. Kein Gesicht zeigen zu müssen heißt nicht, keinen Namen nennen zu müssen.
- Werbekennzeichnung. Bekommst du für einen Link Provision, ist das Werbung. Sie gehört deutlich sichtbar gekennzeichnet – ein Sternchen allein genügt nicht.
- Steuern. Provisionen sind Einnahmen und gehören in die Steuererklärung, auch im ersten Jahr und auch bei kleinen Beträgen.
- Gewerbe. Wer dauerhaft mit Gewinnerzielungsabsicht tätig ist, meldet in der Regel ein Gewerbe an. Die Kleinunternehmerregelung vereinfacht die Umsatzsteuer, ersetzt die Anmeldung aber nicht.
- Lizenzbedingungen. Beim Wiederverkauf gilt exakt das, was in der Lizenz steht: was du verändern darfst, unter welchem Namen du verkaufst, welche Kanäle erlaubt sind, ob das Recht dauerhaft gilt. Lies sie vor dem Kauf, nicht danach.
- Sonderfälle. Elterngeld, Bürgergeld, BAföG oder Nebentätigkeitsklauseln im Arbeitsvertrag: vorher klären, nicht nachträglich.
Ausführlicher steht das in unserem Beitrag Affiliate-Marketing: Recht und Steuern in Deutschland. Dieser Artikel ist keine Rechts- oder Steuerberatung.
Social Queens Club oder eine Alternative?
Drei bekannte deutschsprachige Angebote im direkten Vergleich – sie erreichen ähnliche Zielgruppen, setzen aber unterschiedliche Schwerpunkte:
| Social Queens Club – Elite | THE C.O.D.E. | The Affiliate Code 3.0 | |
|---|---|---|---|
| Anbieter | Jenny & Karina (Moneymitmommys) | Lydia Ruf | Marek Rühl |
| Schwerpunkt | Social Media, fertiger Content, KI-Tools, Community | Faceless Marketing, eigene Produkte | kurze Videos auf TikTok und Instagram |
| Wiederverkaufsrecht | ja, laut Anbieter 80 % | ja, laut Anbieter 80 % | nein, klassisches Affiliate |
| Preisniveau bei Recherche | vierstellig (1.397 €) | mittlerer dreistelliger Bereich | dreistellig |
| Besonderheit | sehr aktive Telegram-Community, monatliche Verlosungen | über 250 Lektionen, breiter Aufbau | Fokus auf Produktauswahl und Hooks |
| Passt, wenn | du Austausch und fertige Vorlagen brauchst | du strukturiert und ohne Gesicht aufbauen willst | du vor der Kamera stehen kannst |
Die ausführlichen Berichte dazu: THE C.O.D.E. Erfahrungen und The Affiliate Code Erfahrungen. Keiner dieser Kurse ersetzt den anderen – sie beantworten unterschiedliche Fragen.
Fazit
Der Social Queens Club – Elite ist ein professionell aufgesetztes Angebot mit echten Stärken: viel Material, fertige Vorlagen, eine sehr aktive Community und zwei Gründerinnen, die ansprechbar sind und sich auch unangenehmen Bewertungen stellen. Für Einsteigerinnen, die Struktur und Zuspruch brauchen, ist das mehr wert, als es aus der Distanz wirkt.
Zur ehrlichen Einordnung gehört aber auch: Der Preis liegt im vierstelligen Bereich, ein großer Teil davon finanziert die 80 % Provision der nächsten Vermittlerin, und der Erfolg hängt vollständig daran, dass du monatelang veröffentlichst und verkaufst. Die Bewertungen sind auffällig zweigeteilt, und die Kritik am Umgang mit Kritik solltest du zumindest gelesen haben, bevor du buchst – nicht danach.
Wenn du das alles weißt und dich bewusst dafür entscheidest, ist das eine legitime Entscheidung: Prüfe die aktuellen Konditionen, den Zahlungsplan, die Rückgabefrist und die Lizenzbedingungen auf der offiziellen Bestellseite*, mache Screenshots von dem, was zum Kaufzeitpunkt gilt – und fang in derselben Woche an, in der du kaufst.
Und wenn du unsicher bist: Teste das Geschäftsmodell zuerst. Leg dir kostenlos einen Account an, such dir zwei Produkte aus dem Katalog, bau deine Bio-Seite und veröffentliche zwanzig Beiträge. Danach weißt du, ob du den Kurs brauchst – oder ob du gerade 1.397 € gespart hast.