Es gibt diesen einen Moment, der viele Menschen davon abhält, online etwas aufzubauen: Man müsste ein Video von sich aufnehmen. Sich selbst hören. Sich selbst sehen. Und dann auch noch damit rechnen, dass Kolleginnen, Nachbarn oder die eigene Familie es sehen.
Für genau diese Hürde ist in den letzten Jahren ein eigener Markt entstanden: Faceless Marketing – Themenseiten auf Instagram, TikTok oder YouTube, die ohne Gesicht funktionieren. Einer der bekanntesten deutschsprachigen Kurse dazu heißt THE C.O.D.E. und stammt von Lydia Ruf. Dieser Beitrag ist der nüchterne Blick darauf: was drinsteckt, für wen er gedacht ist, was das viel diskutierte Wiederverkaufsrecht wirklich bedeutet – und was du wissen solltest, bevor du Geld ausgibst.
Transparenzhinweis: Mit einem Sternchen markierte Links sind Empfehlungslinks. Kaufst du darüber, erhalten wir eine Provision – für dich ändert sich am Preis nichts. Unsere Einschätzung im Text bleibt davon unberührt.
Was ist THE C.O.D.E. überhaupt?
THE C.O.D.E. ist ein deutschsprachiger Online-Kurs zum digitalen Marketing, der über die Plattform Digistore24 verkauft wird. Das Versprechen auf der Verkaufsseite lautet sinngemäß: alles, was man braucht, um sich mit digitalem Marketing ein ortsunabhängiges Business aufzubauen – ausdrücklich ohne Vorerfahrung, ohne bestehende Reichweite und ohne Personenmarke.
Nach Angaben des Anbieters umfasst der Kurs über 250 Videolektionen, dazu fertige Vorlagen, KI-gestützte Werkzeuge, einen vorgefertigten Sales-Funnel, lebenslange Updates und den Zugang zu einer Community. Hinter dem Kurs steht Lydia Ruf, die im deutschsprachigen Raum vor allem über ihr Projekt „Faceless Ladies" bekannt geworden ist – ein Angebot, das sich gezielt an Frauen richtet, die online sichtbar werden wollen, ohne ihr Gesicht zu zeigen.
Kurz gesagt: THE C.O.D.E. verkauft nicht ein einzelnes Werkzeug, sondern einen kompletten Weg – von der Themenwahl über die anonyme Themenseite bis zum automatisierten Verkauf. Und obendrein das Recht, genau diesen Kurs selbst weiterzuverkaufen.
Das Herzstück: 80 % Wiederverkaufsrecht
Der Punkt, der THE C.O.D.E. von klassischen Kursen unterscheidet, steht so auf der Verkaufsseite: Mit dem Kauf erwirbst du auch das Recht, den Kurs mit 80 % Provision weiterzuverkaufen.
Das ist ein anderes Geschäftsmodell als reines Affiliate-Marketing, auch wenn die Abwicklung über dieselbe Plattform läuft. Der Unterschied in einem Satz: Beim klassischen Affiliate-Marketing empfiehlst du fremde Produkte und bekommst je nach Produkt zwischen 20 und 70 Prozent. Beim Wiederverkaufsrecht verkaufst du genau das Produkt weiter, das du selbst gekauft und durchgearbeitet hast – zu einem sehr hohen Provisionssatz.
| Klassisches Affiliate-Marketing | Wiederverkaufsrecht (Resell Rights) | |
|---|---|---|
| Was du verkaufst | viele fremde Produkte | in erster Linie das gekaufte Produkt |
| Provision | meist 20–70 % | hier laut Anbieter 80 % |
| Einstiegskosten | 0 € möglich | Kaufpreis des Kurses |
| Produktkenntnis | oft oberflächlich | du kennst das Produkt aus eigener Anwendung |
| Risiko | Streuung über viele Produkte | alles hängt an einem Produkt und dessen Ruf |
Der ehrliche Teil dazu: Die hohe Provision ist real, aber sie ist keine Abkürzung. Du verkaufst weiterhin an Menschen, die dich nicht kennen – und du verkaufst ein Produkt, das viele andere zeitgleich mit denselben Rechten und teils denselben Vorlagen bewerben. Genau deshalb entscheidet auch hier nicht die Provisionshöhe, sondern deine Positionierung.
Ist das ein Schneeballsystem?
Diese Frage kommt bei Wiederverkaufsrechten immer, und sie ist berechtigt. Die nüchterne Einordnung:
- Ein Schneeballsystem finanziert Auszahlungen aus den Einzahlungen neu geworbener Teilnehmer, die selbst wieder werben müssen. Ohne Nachschub bricht es zusammen.
- Beim Wiederverkaufsrecht verkaufst du ein fertiges Produkt an Endkunden, die es nutzen können, ohne selbst je etwas zu verkaufen. Es gibt keine Downline, keine Ebenen, keine Anwerbepflicht.
Juristisch ist das Modell in Deutschland damit weder ein Schneeball- noch ein Pyramidensystem – das sehen auch kritische Stimmen zum Thema so. Es wird aber problematisch, sobald das Hauptkaufargument nicht mehr der Kursinhalt ist, sondern die Aussicht, den Kurs weiterzuverkaufen. Dann verkaufen sich Menschen gegenseitig die Erlaubnis zum Verkaufen, und der eigentliche Nutzen tritt in den Hintergrund.
Daraus folgt ein einfacher, harter Test vor dem Kauf:
Würde ich diesen Kurs auch kaufen, wenn ich ihn nicht weiterverkaufen dürfte?
Lautet die Antwort Nein, kaufst du kein Wissen, sondern eine Hoffnung. Lautet sie Ja, ist das Wiederverkaufsrecht ein zusätzlicher Hebel – und genau so solltest du es behandeln.
Für wen der Kurs gedacht ist – und für wen nicht
Die Zielgruppe ist auffallend klar umrissen, und sie unterscheidet sich spürbar von der typischen „TikTok-Nebenverdienst"-Zielgruppe.
Der Kurs passt zu dir, wenn:
- du online verdienen willst, dich aber nicht vor die Kamera stellen möchtest – aus Schüchternheit, aus Datenschutzgründen oder weil dein Arbeitgeber es nicht sehen soll,
- du in einem Beruf arbeitest, in dem öffentliche Sichtbarkeit unangenehm oder heikel ist: Schule, Pflege, Verwaltung, Medizin,
- du Mutter bist, flexibel arbeiten willst und weder dein Kind noch dein Wohnzimmer öffentlich zeigen möchtest,
- du bei null anfängst: keine Reichweite, kein eigenes Produkt, keine technischen Vorkenntnisse,
- du lieber einem strukturierten System folgst, als dir Wissen aus hundert kostenlosen Videos zusammenzusuchen,
- du realistisch etwa fünf Stunden pro Woche über mehrere Monate investieren kannst.
Der Kurs passt eher nicht zu dir, wenn:
- du kurzfristig Geld brauchst – das ist kein Modell für akute Geldnot,
- du erwartest, dass ein fertiger Funnel ohne eigene Inhalte verkauft. Der Funnel ist das Ziel des Traffics, nicht sein Ersatz,
- du bereits erfahren im Performance-Marketing bist und Skalierung statt Grundlagen suchst,
- dich der Gedanke stört, ein Produkt zu verkaufen, das viele andere mit demselben Recht ebenfalls verkaufen,
- du auf ein System hoffst, das ohne dich läuft. Automatisierung ersetzt Arbeit erst, nachdem du sie geleistet hast.
Was Faceless Marketing praktisch bedeutet
Faceless heißt nicht inhaltsleer. Es heißt nur: Der Kanal trägt sich über ein Thema statt über eine Person. In der Praxis nutzen solche Seiten immer wieder dieselben Formate:
| Format | Aufwand | Gut geeignet für |
|---|---|---|
| Textkarten mit Musik | sehr gering | Zitate, Tipps, Listen, Motivation |
| Bildschirmaufnahmen | gering | Tools, Apps, Software, Anleitungen |
| Hände im Bild | mittel | Produkte, Basteln, Planer, Haushalt |
| Stockmaterial mit Voiceover | mittel | Reise, Finanzen, Psychologie, Wissen |
| KI-generierte Visuals plus eigener Text | mittel | abstrakte Themen ohne Bildmaterial |
Der Preis der Gesichtslosigkeit ist Vertrauen: Menschen kaufen leichter von Menschen. Ohne Gesicht musst du dieses Vertrauen anders erzeugen – durch echten Nutzen, wiedererkennbare Gestaltung, konsistente Sprache und Ehrlichkeit in der Empfehlung. Das ist machbar, aber es ist Arbeit, keine Abkürzung.
Was im Kurs steckt
Der Anbieter nennt folgende Themenbereiche, die sich über die mehr als 250 Lektionen verteilen:
- 1Mindset: Umgang mit Zweifeln und Durchhalten in der Phase ohne Ergebnisse. Klingt nach Füllmaterial, ist aber der Punkt, an dem die meisten aussteigen.
- 2Social Media: Aufbau eines Kanals, Reichweite, Content-Planung, Formate für Instagram, TikTok und YouTube.
- 3Digitales Marketing: wie aus Aufmerksamkeit ein Interessent und daraus ein Käufer wird.
- 4Affiliate-Marketing: Produkte finden, Provisionen verstehen, Abwicklung über eine Plattform wie Digistore24.
- 5Branding: anonyme Themenseite, Faceless Brand und Personal Brand als drei unterschiedliche Wege – inklusive der Frage, welcher zu dir passt.
- 6Verkaufsprozess und Psychologie: warum Menschen kaufen und wie man empfiehlt, ohne zu drängen.
- 7Eigene Produkte: der Schritt weg vom reinen Weiterverkauf hin zu etwas, das dir selbst gehört.
Dazu kommen laut Anbieter fertige Vorlagen, ein vorgefertigter Sales-Funnel mit KI-Automatisierung und eine Community. Öffentliche Bewertungen des Kurses fallen bislang sehr positiv aus – allerdings auf Basis einer kleinen, vom Anbieter selbst eingesammelten Stichprobe. Nimm solche Sammlungen als Hinweis, nicht als Beweis.
Preis, Zahlung und Garantie – worauf du achten solltest
Zum Preis muss man ehrlich sein: Er wurde in der Vergangenheit unterschiedlich kommuniziert, es gibt Aktionen und verschiedene Zahlungspläne inklusive Ratenzahlung. Jede feste Zahl in einem Artikel wie diesem wäre nach der nächsten Kampagne veraltet.
Deshalb die einzig belastbare Empfehlung: Öffne die offizielle Bestellseite von THE C.O.D.E.* und prüfe dort selbst, was aktuell gilt. Achte konkret auf fünf Punkte:
- Gesamtpreis – bei Ratenzahlung die Summe aller Raten, nicht die Monatsrate.
- Lizenzbedingungen des Wiederverkaufsrechts – gilt es dauerhaft, für welche Kanäle, mit welchen Auflagen? Bei diesem Produkt ist das der wichtigste Punkt überhaupt.
- Garantie – ob es eine gibt, wie lange sie läuft und unter welchen Bedingungen. Screenshot machen.
- Was enthalten ist – Community, Updates, Funnel, Vorlagen: was gehört zum Grundpreis, was kostet extra?
- Widerrufsbelehrung – bei digitalen Produkten erlischt das gesetzliche Widerrufsrecht in der Regel mit dem sofortigen Zugang, dem du beim Kauf aktiv zustimmst. Eine Anbietergarantie ist davon unabhängig eine freiwillige Zusage.
Eine neutrale Übersicht zu Anbieter, Preis und Konditionen findest du außerdem auf unserer Produktseite zu THE C.O.D.E..
Die ehrliche Rechnung: Was realistisch drin ist
Hier ist die Zahl, die in den Werbevideos fehlt: Die meisten Menschen, die einen solchen Kurs kaufen, verdienen damit nichts. Nicht, weil der Inhalt schlecht wäre, sondern weil sie ihn nicht anwenden. Das gilt für jeden Online-Kurs zu jedem Thema.
Wer anwendet, kann realistisch mit ungefähr diesem Verlauf rechnen:
| Deine Situation | Realistisches Zeitbudget | Was in den ersten 90 Tagen möglich ist |
|---|---|---|
| Elternzeit, Kind schläft mittags | 5–7 Std./Woche | Themenseite steht, 40–60 Beiträge veröffentlicht, erste Verkäufe möglich |
| Teilzeit, Abende frei | 6–10 Std./Woche | Zwei Formate etabliert, erste dreistellige Monate machbar |
| Vollzeitjob, nur Wochenende | 3–5 Std./Woche | Langsamer, dafür planbarer Aufbau – Geduld ist Voraussetzung, keine Tugend |
Diese Tabelle ist eine Einordnung, keine Zusage. Ergebnisse hängen von Nische, Format, Konstanz, Angebot und schlicht Glück beim Algorithmus ab. Wer dir etwas anderes verspricht, verkauft dir gerade etwas.
Drei Ausgangslagen aus der Praxis
Nadine, 34, Erzieherin, zwei Kinder. Sie darf und will beruflich nicht öffentlich sichtbar sein. Ihr Vorteil: Sie kennt den Alltag ihrer Zielgruppe – Familienorganisation, Routinen, Ernährung mit kleinen Kindern – besser als jeder Marketingtext. Ihr Risiko: Sie unterschätzt, wie zäh die ersten sechs Wochen ohne Rückmeldung sind.
Kerstin, 46, Bürokauffrau in Teilzeit. Sie hat wenig Zeit, dafür Disziplin und ein Thema, das sie beruflich seit zwanzig Jahren begleitet. Ihr Vorteil: Sie bricht nicht ab. Ihr Risiko: Sie plant drei Monate lang die perfekte Seite und veröffentlicht in dieser Zeit sieben Beiträge.
Tim, 24, Student, introvertiert. Er würde nie ein Video mit seinem Gesicht hochladen, kann aber schneiden und arbeitet schnell mit KI-Werkzeugen. Sein Vorteil: Produktionsgeschwindigkeit. Sein Risiko: Er wechselt alle zwei Wochen das Thema, weil das alte „nicht funktioniert" hat – nach zwölf Beiträgen.
In allen drei Fällen entscheidet dasselbe: nicht das Wissen, sondern die Anzahl der veröffentlichten Beiträge und die Zeit, die man einem Thema gibt.
Dein 7-Tage-Startplan
Egal ob mit Kurs oder ohne – so sieht eine erste Woche aus, die dich wirklich weiterbringt:
- 1Tag 1 – Thema festlegen. Ein Thema, zu dem du ohne Recherche zehn Minuten reden könntest und für das Menschen bereits Geld ausgeben. Schreib es in einem Satz auf.
- 2Tag 2 – Produkte auswählen. Zwei bis drei digitale Produkte, die zu deinem Thema passen und die du selbst kaufen würdest. Achte auf Provision, Rückgabequote und Bewertungen. In unserem Produktkatalog kannst du Digistore24-Produkte nach Kategorie, Sprache und Provision filtern.
- 3Tag 3 – Themenseite aufsetzen. Name, Beschreibung in einem Satz, wiedererkennbare Gestaltung – und eine einzige Adresse, auf der alles zusammenläuft.
- 4Tag 4 – Link-Seite bauen. Auf Instagram und TikTok führt alles über den einen Link in der Bio. Eine Bio-Seite mit maximal drei Zielen. Wer sieben Buttons anbietet, bekommt null Klicks.
- 5Tag 5 – Tracking einrichten. Nutze kurze, messbare Links, sonst weißt du in vier Wochen nicht, welcher Beitrag verkauft hat und welcher nur Aufrufe brachte.
- 6Tag 6 – Erste fünf Beiträge produzieren. Ohne Gesicht, mit Vorlage, an einem Nachmittag. Nicht perfekt, sondern fertig.
- 7Tag 7 – Veröffentlichen und Takt festlegen. Ein Rhythmus, den du acht Wochen durchhältst – lieber täglich ein Beitrag als fünf am Sonntag und dann nichts.
Wenn du diese Woche durchziehst, weißt du mehr über dich und dein Durchhaltevermögen, als jeder Kurs dir sagen kann. Und du weißt es, bevor du Geld ausgegeben hast.
Die fünf häufigsten Fehler beim Faceless-Start
- Das Wiederverkaufsrecht zum einzigen Inhalt machen. Eine Seite, die vor allem bewirbt, dass man den Kurs weiterverkaufen kann, erreicht nur Menschen, die selbst verkaufen wollen. Das ist ein winziger Markt und der schnellste Weg in die Unglaubwürdigkeit.
- Vorlagen eins zu eins übernehmen. Wenn hunderte Menschen dieselben Vorlagen ausspielen, entsteht Rauschen. Vorlagen sind ein Gerüst, kein fertiges Haus.
- Zu früh aufhören. Die ersten zwanzig Beiträge sind Ausbildung, nicht Marketing. Wer bei Beitrag acht aufgibt, hat nichts getestet.
- Alles auf eine Plattform setzen. Ein gesperrter Account ohne E-Mail-Liste bedeutet Totalverlust. Sammle früh Kontakte ein, die dir selbst gehören.
- Reichweite mit Umsatz verwechseln. Hunderttausend Aufrufe ohne Kaufabsicht sind weniger wert als dreitausend Aufrufe bei Menschen mit einem konkreten Problem.
Rechtliches: Faceless ist nicht anonym
Der am häufigsten übersehene Punkt bei Themenseiten ohne Gesicht: Die Anonymität endet dort, wo das Geschäftliche beginnt.
- Impressumspflicht. Ein geschäftsmäßiger Account braucht ein vollständiges Impressum mit ladungsfähiger Anschrift. Kein Gesicht zeigen zu müssen heißt nicht, keinen Namen nennen zu müssen.
- Werbekennzeichnung. Erhältst du für einen Link eine Provision, ist das Werbung. Kennzeichne sie deutlich sichtbar mit „Werbung" oder „Anzeige" – im Beitrag und am Anfang der Beschreibung. Ein Sternchen allein genügt nicht.
- Steuern. Provisionen sind Einnahmen und gehören in die Steuererklärung, auch wenn es im ersten Jahr nur wenige hundert Euro sind.
- Gewerbe. Wer dauerhaft und mit Gewinnerzielungsabsicht tätig ist, meldet in der Regel ein Gewerbe an. Die Kleinunternehmerregelung vereinfacht die Umsatzsteuer, ersetzt die Anmeldung aber nicht.
- Lizenz und Urheberrecht. Beim Wiederverkauf gilt exakt das, was in der Lizenz steht: was du verändern darfst, unter welchem Namen du verkaufst, welche Kanäle erlaubt sind. Lies sie, bevor du den ersten Beitrag planst.
- Sonderfälle. Elterngeld, BAföG, Nebentätigkeitsklauseln im Arbeitsvertrag – kläre das vorher, nicht nachträglich.
Das ist keine Rechts- oder Steuerberatung, sondern die Liste der Fragen, die du deinem Steuerberater oder der zuständigen Stelle stellen solltest.
THE C.O.D.E. oder The Affiliate Code 3.0?
Beide Kurse erreichen eine ähnliche Zielgruppe, setzen aber unterschiedliche Schwerpunkte. Eine faire Gegenüberstellung:
| THE C.O.D.E. | The Affiliate Code 3.0 | |
|---|---|---|
| Anbieter | Lydia Ruf | Marek Rühl |
| Schwerpunkt | Faceless Marketing, eigene Produkte, Wiederverkauf | kurze Videos auf TikTok und Instagram |
| Sichtbarkeit | ausdrücklich ohne Gesicht möglich | funktioniert mit Gesicht deutlich besser |
| Besonderheit | 80 % Wiederverkaufsrecht am Kurs | breiter Fokus auf Produktauswahl und Hooks |
| Passt zu dir, wenn | du unsichtbar bleiben willst oder musst | du dich vor der Kamera wohlfühlst |
Wenn dich der zweite Weg mehr anspricht, lies unseren ausführlichen Bericht dazu: The Affiliate Code Erfahrungen. Die beiden Kurse ersetzen einander nicht – sie beantworten unterschiedliche Fragen.
Fazit
THE C.O.D.E. ist ein umfangreich aufgebauter Einsteigerkurs für ein Geschäftsmodell, das grundsätzlich funktioniert – und er löst ein Problem, das viele andere Kurse ignorieren: Man muss nicht sein Gesicht zeigen, um online etwas zu verkaufen. Der Umfang, die Struktur und die aktive Community sprechen für ihn.
Das Wiederverkaufsrecht mit 80 % Provision ist dabei ein echter Hebel, aber es ist auch der Punkt, an dem du nüchtern bleiben musst: Es ist kein Geschäftsmodell für sich, sondern eine Zusatzoption für Menschen, die den Kurs ohnehin für sich selbst gewollt hätten. Wer ihn allein wegen des Weiterverkaufsrechts kauft, kauft eine Hoffnung, keine Ausbildung.
Wenn du das weißt und trotzdem loslegen willst: gute Entscheidung. Prüfe die aktuellen Konditionen und die Lizenzbedingungen auf der offiziellen Bestellseite*, lies die Garantiebedingungen, und fang in derselben Woche an, in der du kaufst – nicht „wenn es ruhiger wird". Es wird nicht ruhiger.
Und wenn du erst einmal ohne Kurs starten willst: Leg dir kostenlos einen Account an, such dir im Produktkatalog zwei Produkte, bau deine Bio-Seite und veröffentliche deinen ersten Beitrag. Das dauert einen Nachmittag – und du weißt danach mehr als nach zehn weiteren Stunden Scrollen.
